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Schweizerischer Schleusenschiffer Klub – Club Suisse des Ecluseurs

Willkommen auf dem Schiff

Die Aranui 5 ist ein spezielles Schiff: Die vordere Hälfte ist ein Cargo- Schiff, die hintere Hälfte ein Kreuzfahrtschiff. So alle zwei, drei Wochen fährt es die Route von Tahiti zu den Marquesas und wieder zurück.

Am Kai wartet eine Gruppe von musikalischen Crewmitgliedern. Die Gäste wollen noch ein Foto von sich und der Kapelle haben und stellen sich daneben hin. So geht das ja nicht! Sie werden in die Mitte gerufen und bekommen für das Foto eine Ukulele verpasst – so wird das Bild gut. Dann aber weiter zur Gangway…

Herzlicher Empfang am Kai

Gleich nach dem Boarding wird uns ein Drink an Deck angeboten (hoch erwünscht, bei 30 Grad Celsius und 90% Luftfeuchtigkeit). Und dann eine Tanzvorstellung…

Endlich legen wir ab. Eine extrem lange Dünung vermittelt Ozean- Feeling. In der Ferne sehen wir aus einer Wolke Regen herausfallen – kein Wunder, es ist Regenzeit.

Nach Ankerung in einer kleinen Bucht wird die Anlandung von Cargo und Passagieren (in dieser Reihenfolge) vorbereitet.
Dazu müssen erstmal die Landungsboote eingewassert werden.

Die blauen Fässer für die Insel sind in diesem Moment leer. Dort kommt ein verarbeiteter Brei aus Kokosnussfleisch (Kopra, Kokosnuss- Öl) hinein. Das Zeug war früher der Riesenhit in der weltweiten Kosmetikindustrie; heute eher nicht mehr so.

Die Hafenanlagen auf Tahuata sind von überzeugender Schlichtheit.

Ankunft auf den Marquesas, hier Tahuata

Der Leiter des Cargo- Teams hat uns erzählt, dass dieses Prozedere zwar etwas umständlich aussieht; aber das sei noch gar nichts im Vergleich zu vor zwanzig Jahren. Damals hatten die Leute auf einer Insel 300 Telegrafenstangen bestellt – und es gab nur einfache Ruderboote zum übersetzen, viel zu klein für diese Nutzlast. Damals hat man die Telegrafenstangen einfach ins Meer geworfen. Jeder aus seinem Team ist ins Meer gesprungen, einen Mast unter dem rechten Arm, einen unter dem linken Arm und dann einfach an Land schwimmen. So ungefähr 20 bis 30 mal das Ganze. Am Abend gab es die doppelte Ration zum Nachtessen…

Bei der ganzen Hektik kann schon mal der knitterfreie Hut davonfliegen.

Aber kein Problem. Einfach rausholen, und dann mit Vollgas die Touristen zu ihrem Ausflug bringen.

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