
Graswarder – Wandel einer Nehrung
Heiligenhafen an der Ostsee Von Travemünde haben wir es eben bis Heiligenhafen geschafft – dann waren wir eingeweht. Zeit für eine naturkundliche Exkursion, in der uns erläutert wurde, wie diese Uferform entsteht und sich wandelt: Eine solche Landzunge nennt man an der Ostsee Nehrung, sie trennt ein Haff vom Meer; im Mittelmeer heisst diese Erscheinung Lagune oder Étang. Diese Küstenform ist an der Ostsee recht häufig. Das Luftbild zeigt die besondere Form dieser Nehrung. Graswarder war bis 1956 noch eine Insel. Die vorherrschenden Westwinde tragen dauernd Material von der Küste im Westen ab und lagern es dann ostwärts ab. So entsteht diese Nehrung. unten Graswarder um 1800 Hier um 1900 Wir sehen gut, wie sich das Haff nach Westen verschoben hat. Der Binnensee von 1900 ist heute vollständig geschlossen. Der heutige Zugang ins Haff wird regelmässig ausgebaggert. Er wäre sonst in recht überschaubarer Zeit auch geschlossen. Der Yachthafen von Heiligenhafen, mit ca. 1000 Liegeplätzen, zählt zu den grössten an der Ostsee. Heligenhafen ist ein recht beschaulicher Ostseebadeort, hier vom Riesenrad aus gesehen. Die Nehrung, im Hintergrund die auffällige Brücke nach Fehmarn. Bei der Einfahrt zum Hafen sieht man die denkmalgeschützten Villen auf der Nehrung. Im Hafen liegen immer noch kleine Fischerboote, die die Tradition der Küstenfischerei hochhalten. Die neuen Gebäude um den Hafen sind ein Beispiel einer verträglichen Entwicklung des Tourismus, nicht überdimensioniert.


































































































